Sonstiges
Fieber zeigt der Hund durch Freßunlust, Mattigkeit o. ä.
an, dass er nicht ganz in Ordnung ist, misst man am besten seine Körpertemperatur.
Das leicht eingefettete Kleintierthermometer oder Kinderthermometer wird
dazu in den Enddarm eingeführt und drei bis fünf Minuten dort
belassen. Wenn die Quecksilbersäule über 39,5 ºC (0,3 oder
0,4 Grad) steigt, hat Ihr Liebling Fieber. Man sollte in diesem Fall den
Tierarzt aufsuchen, da fast alle schweren Krankheiten mit Fieber anfangen.
Spondylose
Spondylose wird als eine degenerative, sich langsam entwickelnde Wirbelsäulenerkrankung
definiert. Charakteristisch ist die Bildung von Osteophyten. Diese führen
zur Versteifung der Wirbelsäule durch knöcherne Fixierung der
Wirbel. Spondylose bedeutet, dass sich Wirbel aneinander reiben, was die
Bewegungsfähigkeit eingeschränkt und Schmerzen bei Bewegungen
verursacht. Hauptsächlich wird Spondilose bei älteren Hunden
bemerkt.
Symptome
Versteifungen und Schmerzen im Rücken, die zu Schwierigkeiten beim
Hinsetzen, Hinlegen und Aufstehen, beim Treppensteigen - bzw. runterlaufen,
beim Springen und Toben, beim Kotabsatz, bei Rüden beim Beinheben
führen. Lahmheiten, Veränderung des Ganges, Humpeln. Schwache
Hinterbeine, Zittern in den Hinterbeinen, Instabilität im Stehen,
Umfallen des Hundes. Falsche Stellung einer oder beider Hinterpfoten.
Heben der Hinterpfote im Stehen und / oder beim Laufen, Inkontinenz. Atrophie
der Muskel. Aggressionen und / oder Depressionen.
Panostitis
Panostitis ist eine entzündliche Erkrankung langer Röhrenknochen,
die im Wachstumsalter bei großwüchsigen Hunderassen auftritt.
Sie kommt bei Rüden deutlich häufiger vor als bei Hündinnen.
Die ersten Anzeichen treten meistens in einem Alter von 5 bis 18 Monaten
auf - bei Hündinnen oft während der ersten Läufigkeit.
Die typischen Symptome sind Lahmheiten unterschiedlichen Grades, Druckschmerzhaftigkeit
der Knochen sowie Veränderungen der Muskulatur an den erkrankten
Gliedmaßen - begleitet von Fieber, Störung des Allgemeinbefindens,
Appetitlosigkeit und Bewegungsunlust. Die Lahmheit einer oder mehrerer
Extremitäten kann unterschiedlich stark ausgeprägt sein - von
einer kaum wahrnehmbaren Unregelmäßigkeit des Ganges bis zum
vollkommenen Nichtbelasten der Extremität - sie kann bis zu 4 Monaten
anhalten und springt oft von einer Extremität auf die andere um,
da mehrere Knochen nacheinander erkranken können. Mit zwei- bis dreiwöchigen
Pausen kann die Krankheit bis zum zweiten Lebensjahr immer wieder ausbrechen.
Häufige Rückfälle sind typisch.
Durch die Beeinträchtigung des Bewegungsapparates und des Allgemeinbefindens
ist sie eine ernste Gefahr für die Wachstumsphase junger Hunde und
sollte möglichst früh erkannt und behandelt werden. Bei rechtzeitiger
Therapie können die Heilungschancen als günstig bezeichnet werden.
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