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MDR-1 Defekt

Es handelt sich beim MDR-1-Defekt NICHT um eine KRANKHEIT, sondern um einen Defekt in der Blut-Hirn-Schranke bei gewissen Medikamenten. So kann es passieren, dass der Hund wegen leichtem Durchfall behandelt wird und daran eingeht, weil die Medikamente die Falschen waren.
Der MDR-1-Defekt tritt vorrangig bei allen Collierassen auf. Genauso sind alle Colliemischlinge betroffen.

MDR-1
Es gibt 3 Arten dieses Gendefekts:    

 

Art des GEN-Defekts

-/-

Der Hund ist selbst betroffen und im Zuchtfall vererbt er es auch weiter.

+/-

Der Hund ist selbst nicht betroffen, ist aber Träger des GEN-Defekts und vererbt es somit weiter.

+/+

der Hund ist frei von dem GEN-Defekt

     

Tierärzte sind teilweise nur mangelhaft bis gar nicht über diesen Defekt informiert. Das Risiko ist nicht nur bei der medikametösen Behandlung vorhanden, denn wenn MDR1 (-/-) Hunde im täglichen Leben Kontakt zu den Ausscheidungen von Tieren (Nutztiere, Pferde) haben, nachdem diese zuvor mit Ivermectin gegen Parasiten behandelt wurden, birgt die Anwendung von Antiparasitika bei Großtieren (z.B. Pferd, Rind) viele Gefahren für Hunde mit MDR1 (-/-) Defekt. Lesen sie dazu das ausführliche Interview zum Thema MDR1-Defekt mit Herrn Dr. Joachim M. Geyer.

Gesamtübersicht über MDR1 der Uni Giessen:
http://www.vetmed.uni-giessen.de/pharmtox/mdr1_defekt.html

Die Uni Giessen einen Test an über den ein MDR-1-Defekt nachgewiesen werden kann. Der Test kostet ca. 30 Euro.

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  Kirstin Niederstenschee  
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42699 Solingen